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Poltergeister

Rumpeln, poltern, fliegende Gegenstände, unerklärliche Levitationen, seltsame Stimmen und plötzliche Kältewellen sind nur einige Merkmale die man bei Poltergeisterscheinungen beobachten kann. Diese Art von Geistererscheinungen sind schon seit dem 12. Jahrundert dokumentiert. Poltergeister sind im Gegensatz zu normalen Geistern fast immer an eine Person gebunden. Im Laufe der Geschichte kristallisierte sich heraus, dass diese Personen fast immer Jugendliche sind. Man nimmt an, dass Poltergeister jugendliche Energie benötigen, um ihre volle Macht zu zeigen. Andere Unterschiede zu normalen Geistern sind: Poltergeister sind hämisch, gehässig, hinterlistig, gemein u.v.m.; Poltergeister ziehen es vor am Tag zu spuken und halten sich gern in Gesellschaft mehrerer Personen auf.

5 Phasen durchläuft ein Poltergeist in der Regel:

1. Phase - Das Anbandeln: Der Geist hält sich in der Nähe seiner Zielperson auf. Er macht sich nur durch plötzliche kalte Stellen im Raum, merkwürdige Geräusche und Gerüche bemerkbar. Tiere fangen an komisch zu reagieren und man hat das Gefühl beobachtet zu werden.

2. Phase - Das Aufmerksam machen: Die zuvor beschriebenen Phänomene verstärken sich merklich. Hinzu kommen dann noch: Flüstern und Lachen, Markierungen auf den Böden und schemenhafte Bewegungen.

3. Phase - Das aufdringlicher werden: Jetzt macht sich der Poltergeist so bemerkbar, dass man die Erscheinungen nicht mehr als Zufälle oder Einbildungen abtun kann. Man bemerkt Berührungen, Geräte und Lichter gehen an und aus, Türen auf und wieder zu und es erscheinen Markierungen an den Wänden.

4. Phase - Der Terror beginnt: Gegenstände fliegen durch die Luft oder verschwinden grundlos, man wird nachts wachgerüttelt und erschreckt. Dazu kommen noch furcherregende Geräusche und seltsame Illusionen.

5. Phase - Der Höhepunkt des Schreckens: Blut erscheint an den Wänden, Feuer entsteht plötzlich, die Zielpersonen werden körperlich angegriffen, die Stimmen sind bösartig und drohend und die fliegenden Gegenstände sind meist spitz und lebensgefährlich. Nach der 5. Phase hört der Spuk meist genauso schnell auf, wie er angefangen hat oder aber er fängt von vorne an.

Der Spuk von Enfield

Der wohl bekannteste und spektakulärste und am besten untersuchte Fall von Poltergeisterscheinungen hat sich im Londoner Stadtteil Enfield zugetragen. Und den möchte ich euch heute präsentieren. Angefangen hat alles ganz harmlos. Die Mutter von 4 Kindern berichtete, dass anfänglich ein schlurfen aus dem Schalfzimmer zu hören war. Dann fingen Klopfgeräusche an und die Familie hörte eine tiefe, ruppige Stimme. Diese Stimme nahm die Familie auf Tonband auf und wurde später auch im Radio veröffentlicht. Daraufhin meldete sich eine Frau, die meinte ihren verstorbenen Onkel zu erkennen. Aber alle idendifizierungsversuche blieben fruchtlos. Der Fall erregte schon anfänglich viel Aufmerksamkeit, so das schon zu Anfang viele Fotografen und Reporter das Haus belagerten. Dabei kam es dann zu einem Zwischenfall, bei dem ein Fotograd einen fliegenden Bauklotz an den Kopf bekam.

Papier- und Stoffstücke fingen von alleine an Feuer zu fangen. Auch eine Streichholzschachtel entzündete sich von alleine in der Schublade und erlosch auch wieder. Dinge in der näheren Umgebung der Schachtel waren nicht einmal angesengt. Auch konnte beobachtet werden, wie sich Besteck verdrehte. Ein andermal riss der Gaskamin der Familie aus der Verankerung und der Grill wurde durch die Luft geschleudert. Auch schwerere Gegenstände wie ein Sofa und ein Doppelbett wurden durch die Luft geschmissen.

Der Poltergeist schien sich auf die 12-Jährige Tochter der Familie zu beziehen. Aus ihr kam mehrfach die dunkle Stimme. Mehrmals wurde beobachtet wie sie levidierte. Sie teilte ihr Zimmer mit einer ihrer Schwestern und beide wurden nachts mehrfach aus dem Bett geschleudert, so dass sie am Schluß nur noch auf dem Boden schliefen. Doch daraufhin wurde sie mehrfach auf dem Radio schlafend geweckt.

13 Monate nachdem der Spuk angefangen hatte, hörte er auch wieder auf. Sozialarbeiter, ein Sprachtherapeut, Fotografen, Psychologen, Priester und zwei Forscher (L. Playfair u. M. Grosse) waren mit dem Fall beschäftigt und konnten keinen Betrug feststellen.

Bilder zu diesem Fall könnt ihr auf gespensterweb.de oder hier sehen.