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Die weinenden Kinder von Bragolin

 

1985 erschien in der Londoner Zeitschrift "The Sun" ein Artikel, der eine große Welle nach sich zog und noch heute für Gesprächsstoff sorgt. In dem Artikel wurde von Häusern erzählt, die alle bis auf die Grundmauern abgebrannt waren und das einzigste was unversehrt übrig geblieben war, waren Bilder von weinenden Kindern des Künstlers "Bragonlin".

In der folgenden Zeit meldeten sich über 50 Personen bei der Sun, die auch so etwas erlebt haben. Nachdem einen Monat lang, immerwieder Berichte über diese mysteriösen Brände bei der Sun eingingen, forderte diese ihr Leser auf, die Bilder zu ihnen zu schaffen, damit sie in einem gemeinsamen Feuer zerstört werden konnten. Über 1000 Bilder wurden zugeschickt und konnten Problemlos verbrannt werden. Kurz darauf (am 24. Februar 1986) starb der Sun-Reporter William Armitage mit 61 Jahren in seinem Haus, weil dieses abbrannte. In seinem Flur hing ein Bild des weinenden Jungen.

Es ist nicht bekannt, ob Bragolin nur ein Bild malte und der Rest bloße Kopien anderer Künstler sind, oder ob er die meisten der Bilder tatsächlich selber gemalt hat. Das bringt mich zu der Frage, wer dieser Bragolin eigentlich war?

Einmal heißt es, das er Giovanni Bragolin mit Künstlernamen hieß und sein richtiger Name ist (oder war) Bruno Amadio
(manchmal auch; G. Bragolin, J. Bragolin,B.Amadio oder Giovanni Amadio)
"...er lebte in Florenz, Venedig, Italien und war berühmt für seine Bilder mit den weinenden Kindern und toten Landschaften....
" Dann heißt es wieder das Giovanni Bragolin ein Postkartenkünstler war, der 1900 in Venedig geboren wurde. Es exsistiert auch das Gerücht, dass 1995 der Parapsychologe George Mallory das Geheimnis um Bragolin gelöst hätte. Er behauptete Bragolin hieße mit richtigtem Namen Franchot Seville und käme aus Madrid. Mallory behauptete dass Seville einen Jungen namens Don Bonillo mit traurigem Gesicht durch die Straßen von Madrid laufen sah. Ein Priester mit dem sich Seville über den Jungen unterhielt, warnte ihn davor sich mit dem Jungen einzulassen. Der Priester berichtete, dass die Eltern des Jungen bei einem mysteriösen Brand ums Leben kamen und es seit dem immer wieder zu seltsamen Bränden in der Nähe des Jungen kam und er deswegen von der Bevölkerung schon "el Diabolo" genannt wurde. Seville ließ sich davon nicht abschrecken und nahm den Jungen bei sich auf. Er begann Bilder von dem Jungen zu malen, wenn dieser weinte (was er wohl sehr oft getan haben muss). Eines Tages brannte das Atelier von Seville ab und er bezichtigte Bonillo der Brandstiftung. Der Junge lief weinend weg und wurde nie mehr gesehen. Danach ging die Serie mysteriöser Brände los, bei denen immer nur die Bilder übrig blieben. 1976 gab es einen schlimmen Autounfall, bei dem das Auto samt Fahrer verbrannte. Der angebrannte Führerschein gab Auskunft über den Fahrer. Es war Don Bonillo.

Seltsam ist bei dieser Geschichte nur, dass Don Bonillo bei dem Unfall bereits 19 Jahre alt war und er demnach schon 11 oder 12 Jahre alt gewesen sein muss, als Seville ihn malte. Aber die Jungen auf den Bildern sind wesentlich jünger.

Eine andere Geschichte erzählt davon, wie Bragolin ca. Mitte Juli 1967 oder 1969 auf einem Campingplatz einen weinenden Jungen vorfand. Er fand diesen Anblick so schön, dass er den Jungen schnell malte. Als die Eltern des Jungen wieder kamen, war Bragolin bereits fertig und versprach die Eltern dafür zu bezahlen, weil er den Jungen gemalt hatte. Sie machten einen Termin dafür aus, doch Bragolin kam später als Versprochen. Er fand den abgebrannten Wohnwagen der Familie vor, bei der alle 3 Familienmitglieder ums Leben gekommen waren. Es heißt dass eine desfekte Gasflasche explodiert sein soll. Wäre Bragolin zum vereinbarten Termin gekommen, hätte die Familie von dem versprochenen Termin eine neue kaufen können. Deswegen bleibt die Frage offen, ob Bragolin deshalb eine Art Fluch ausgelöst hat, die sich seitdem auf dem Bild befinden. Genau ein Jahr nach dem Unglück hing genau das Bild in einem Haus, dass an diesem Tag abbrannte und nur das Bild noch auf dem Boden lag. Wo das Original Bild heute ist, weiß keiner. Doch das sind alles nur unbestätigte Gerüchte. Weitere Gerüchte um dieses Bild sprechen z.B. davon, dass Bragolin die Kinder entführt, mißhandelt und mißbraucht und sie dann gemalt hat und sich ihre verwundeten Seelen deshalb in den Bildern wiederspiegeln und Unglück bringen. Denn nicht nur von Bränden wird berichtet, sondern auch davon, dass die Bilder viel Unglück über ihre Besitzer bringen. Von verloren Jobs, verstorbenen Verwandten und Tieren, plötzliche Schuldenberge etc. wird berichtet und dass alles wieder Bergauf ging, nachdem die Bilder abgehängt wurden.

Man kann davon viel halten, man kann es aber auch lassen. Im Endeffekt muss sich jeder selber drauf reimen was er darüber denkt. Es kann vieles Zufall sein oder aber auch viel Erfundenes. Dennoch bleibt auch die Möglichkeit, dass diese Geschichte wahr ist oder eben doch nur eine Urban Legend.